Nach dem Krankenhaus: Hilfsmittel in 7 Tagen – Entlassmanagement in Oldenburg

Kristof Eilersam
6 Min. Lesezeit
Wer aus dem Krankenhaus entlassen wird und ein Rezept für Hilfsmittel erhält, hat nur 7 Tage Zeit, dieses einzulösen – statt der sonst üblichen 28 Tage. Das Entlassmanagement soll sicherstellen, dass die Versorgung zu Hause nahtlos weitergeht. Sanitätshaus Wiggers in Oldenburg ist auf schnelle Entlassungsversorgungen eingestellt und beliefert Patienten nach Absprache auch am selben Tag.

Ein Krankenhausaufenthalt ist belastend genug. Und dann kommt die Entlassung – mit einem Bündel Papiere, darunter ein Rezept für einen Rollator, ein Pflegebett oder Kompressionsstrümpfe, und dem Hinweis: „Sie haben nur 7 Tage, das einzulösen." Viele Patienten und Angehörige sind in diesem Moment überfordert. Dieser Ratgeber erklärt, was es mit dem Entlassmanagement auf sich hat – und wie Wiggers Ihnen hilft, schnell und unkompliziert zu Ihrer Versorgung zu kommen.

Was ist das Entlassmanagement?

Das Entlassmanagement (§ 39 SGB V) ist eine gesetzliche Pflicht der Krankenhäuser, die sicherstellen soll, dass Patienten nach der Entlassung nahtlos weiterversorgt werden. Es umfasst:

  • Die Organisation der Anschlussversorgung: Pflegedienst, Kurzzeitpflege, Hilfsmittel
  • Die Ausstellung von Rezepten für Arzneimittel, Heilmittel (Physiotherapie) und Hilfsmittel
  • Die Koordination mit Krankenkassen, Pflegediensten und Sanitätshäusern

Das Entlassmanagement-Rezept hat eine Gültigkeitsdauer von nur 7 Tagen – danach verfällt es. Das ist deutlich kürzer als die normale 28-Tage-Frist für Hilfsmittelrezepte. Handeln Sie daher umgehend.

Welche Hilfsmittel werden häufig bei der Entlassung verordnet?

Je nach Diagnose und Vorgeschichte sind die häufigsten Hilfsmittel nach einem Krankenhausaufenthalt:

Nach Hüft- oder Knieoperation

  • Rollator oder Unterarmgehstützen: Zur Entlastung des operierten Gelenks in der ersten Rehabilitationsphase.
  • Erhöhte Toilettensitzauflage: Erleichtert das Aufstehen, da tiefes Sitzen das Hüftgelenk nach OP belastet.
  • Toilettenstuhl/Duschstuhl: Für Patienten, die noch nicht sicher stehen können.
  • Beinlagerungsschiene: Hält das Bein nach Knie-OP in der richtigen Position.

Nach Schlaganfall

  • Gehstützen oder Rollator: Je nach Lähmungsgrad.
  • Armschlinge: Unterstützung des paretischen Arms.
  • Spezielle Handschuhe oder Orthesen zur Handgelenk-/Fingerunterstützung.

Nach längerem Krankenhausaufenthalt (Immobilisierung)

  • Pflegebett (Krankenhaushöhenbett): Ermöglicht einfacheres Aufstehen und erleichtert die Pflege durch Angehörige.
  • Bettgitter: Sturzprävention nachts.
  • Antidekubitus-Matratze: Bei erhöhtem Druckgeschwür-Risiko durch lange Bettlägerigkeit.

Nach Herzoperation oder schwerer Erkrankung

  • Kompressionsstrümpfe: Zur Thromboseprophylaxe und Ödemreduktion.
  • Inhalationsgerät / Sauerstoffgerät: Bei chronischer Lungenerkrankung.
  • Blutzuckermessgerät (Neu-Einstellung): Bei neu diagnostiziertem Diabetes.

Die 7-Tage-Frist: Was sie bedeutet und warum sie so kurz ist

Die kurze Frist ist bewusst gesetzt: Der Gesetzgeber will sicherstellen, dass die Versorgung unmittelbar nach der Entlassung gesichert ist – damit Patienten nicht auf Hilfsmittel warten müssen, die ihre Sicherheit zu Hause betreffen.

Was passiert, wenn die Frist verstreicht? Das Rezept verliert seine Gültigkeit. Sie müssten dann zum nächsten niedergelassenen Arzt gehen und ein neues Rezept holen – was Zeit kostet und den Gesundheitszustand gefährden kann.

Unser Rat: Kontaktieren Sie Sanitätshaus Wiggers noch am Entlassungstag oder am nächsten Morgen. Wir sind schnell und kennen die Abläufe. In dringenden Fällen beliefern wir Patienten in Oldenburg und Umgebung auch am selben Tag.

So läuft die Schnellversorgung bei Wiggers ab

  1. Kontakt aufnehmen: Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine Nachricht – mit dem Rezept und Ihrer Adresse. Wir prüfen sofort, was benötigt wird.
  2. Rezept vorlegen: Original-Rezept persönlich einreichen oder fotografiert schicken (Original muss nachgereicht werden).
  3. Bedarfsklärung: Wir sprechen kurz durch, was benötigt wird – auch Angehörige können das für den Patienten übernehmen.
  4. Schnelllieferung oder Abholung: Standardhilfsmittel (Rollator, Toilettensitzerhöhung, Duschstuhl) liefern wir kurzfristig. Pflegebetten werden nach Hause geliefert und aufgebaut.
  5. Einweisung: Wir weisen den Patienten oder die pflegenden Angehörigen in die korrekte Anwendung ein.

Kliniken in Oldenburg: Unsere Ansprechpartner

Sanitätshaus Wiggers arbeitet mit den Krankenhäusern der Region zusammen, darunter:

  • Klinikum Oldenburg (Rahel-Straus-Straße)
  • Pius-Hospital Oldenburg (Georgstraße)
  • Evangelisches Krankenhaus Oldenburg (Steinweg)
  • Ammerland-Klinik Westerstede

Wenn Sie oder Angehörige in diesen Häusern behandelt wurden und ein Entlassrezept erhalten haben – rufen Sie uns an. Wir kennen die Abläufe und helfen schnell und unkompliziert.

Was passiert, wenn das Hilfsmittel nicht genehmigt wird?

Bei Entlassmanagement-Rezepten hat die Krankenkasse in manchen Fällen das Recht, die Versorgung nachträglich zu prüfen. In dringenden Fällen wird das Hilfsmittel vorsorglich geliefert, und die Genehmigung kommt im Nachhinein. Unser Team kennt die gängigen Abläufe und kommuniziert mit den Krankenkassen, damit Sie sich um nichts kümmern müssen.

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Sanitätshaus Wiggers – Osternburg, Ofenerdiek, Tweelbäke, Wiefelstede

Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung. Bei medizinischen Fragen zur Entlassungsversorgung wenden Sie sich an den Sozialdienst Ihres Krankenhauses.

Quellen: § 39 SGB V (Entlassmanagement), Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) – Entlassmanagement-Richtlinie, GKV-Spitzenverband, Klinikum Oldenburg (klinikum-oldenburg.de).

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