Schwanger in Oldenburg: Bauchgurt, Symphysengurt & Stützstrümpfe

Kristof Eilersam
6 Min. Lesezeit
Rückenschmerzen, Symphysenprobleme und geschwollene Beine gehören für viele Schwangere zum Alltag. Gezielt eingesetzte Hilfsmittel wie Bauchgurte, Symphysengurte und Schwangerschafts-Kompressionsstrümpfe können diese Beschwerden erheblich lindern – und sind in vielen Fällen von der Krankenkasse erstattungsfähig.

Eine Schwangerschaft ist eine intensive Zeit – körperlich wie emotional. Mit wachsendem Bauch verändert sich die gesamte Körperhaltung, das Gewicht verlagert sich nach vorne, und die Bänder werden durch das Hormon Relaxin weicher. Das führt bei vielen Frauen zu Rückenschmerzen, Symphysenschmerzen oder Schwellungen in den Beinen. Die gute Nachricht: Für alle diese Beschwerden gibt es geeignete Hilfsmittel, die wir Ihnen bei Sanitätshaus Wiggers in Oldenburg gerne anpassen.

Bauchgurt: Entlastung für Rücken und Becken

Was ist ein Bauchgurt und wie hilft er?

Ein Schwangerschafts-Bauchgurt ist ein breiter, elastischer Stützgürtel, der den wachsenden Bauch von unten stützt und das Gewicht auf Hüfte und Becken verteilt. Er entlastet die Lendenwirbelsäule und die Beckenbodenmuskulatur und kann so Rückenschmerzen, Zug- und Druckgefühle im Unterbauch sowie Instabilitätsgefühle beim Gehen deutlich lindern.

Ab wann und wie lange?

In der Regel wird ein Bauchgurt ab dem zweiten Trimester (ab ca. der 16.–20. Schwangerschaftswoche) getragen, wenn der Bauch merklich wächst und erste Beschwerden auftreten. Tagsüber ist das Tragen empfohlen – beim Schlafen wird er abgelegt. Die meisten Frauen tragen ihn bis kurz vor der Geburt.

Was zahlt die Kasse?

Ein Bauchgurt für die Schwangerschaft kann auf ärztliches Rezept von der Krankenkasse übernommen werden. Voraussetzung ist eine entsprechende Indikation (z. B. Rückenschmerzen, Symphysenlockerung). Der gesetzliche Eigenanteil beträgt 10 % (mind. 5 €, max. 10 €). Bei Privatversicherungen hängt die Erstattung vom jeweiligen Tarif ab.

Symphysengurt: Gezielte Hilfe bei Beckenschmerzen

Was ist Symphysenlockerung?

Die Symphyse ist die Verbindungsstelle beider Schambeine. In der Schwangerschaft wird sie durch hormonelle Einflüsse weicher und lockert sich – das ist für die Geburt notwendig, kann aber bei manchen Frauen zu erheblichen Schmerzen führen: beim Gehen, Treppensteigen, beim Drehen im Bett oder beim Spreizen der Beine.

Was leistet ein Symphysengurt?

Ein Symphysengurt liegt tiefer als ein Bauchgurt – er umschließt das Becken knapp unterhalb der Hüftknochen und komprimiert den Beckenring, sodass die Symphyse stabilisiert wird. Das Ergebnis: weniger Schmerzen beim Gehen und im Alltag.

Wichtig ist die korrekte Positionierung: Der Gurt muss auf den Beckenkämmen aufliegen, nicht im Bauchbereich. Eine falsche Position kann die Beschwerden verschlimmern. Lassen Sie sich daher unbedingt bei uns in der Filiale in Osternburg einweisen.

Kombinierter Becken-Bauchgurt

Es gibt auch Kombiprodukte, die Symphysenstabilisierung und Bauchwandunterstützung vereinen. Diese eignen sich für Frauen, die beide Beschwerden haben.

Schwangerschafts-Kompressionsstrümpfe: Für leichte, frische Beine

Warum schwellen Beine in der Schwangerschaft an?

Der wachsende Uterus drückt auf die großen Beckenvenen und erschwert den Blutabfluss aus den Beinen. Gleichzeitig führt das erhöhte Blutvolumen der Schwangerschaft zu mehr Flüssigkeit im Gewebe. Das Ergebnis: geschwollene Knöchel und Unterschenkel, besonders abends und im Sommer.

Was leisten Schwangerschafts-Kompressionsstrümpfe?

Schwangerschafts-Kompressionsstrümpfe unterscheiden sich von regulären Modellen durch eine spezielle Leistenpassform, die dem wachsenden Bauch Raum lässt, und durch eine angepasste Druckverteilung. Sie verbessern den venösen Rückfluss und reduzieren Schwellungen, Schweregefühl und das Risiko einer Schwangerschafts-Thrombose.

Empfohlen werden Modelle in KKL 1 oder KKL 2 – was passt, bespricht Ihre Hebamme oder Ihr Frauenarzt mit Ihnen.

Wann ist ein Rezept sinnvoll?

Wenn bestehende Krampfadern, Ödeme, familiäre Thromboseneigung oder eine Schwangerschafts-Thrombose vorliegen, sollte ein Rezept für medizinische Kompressionsstrümpfe eingeholt werden. Die GKV übernimmt dann die Kosten bis zum Festbetrag.

Beratung bei Sanitätshaus Wiggers in Oldenburg

Alle Hilfsmittel für die Schwangerschaft – Bauchgurt, Symphysengurt, Kompressionsstrümpfe und ergänzende Produkte wie Bauchhautöle oder Stillkissen – erhalten Sie bei Sanitätshaus Wiggers in Oldenburg. Unser Fachpersonal ist sensibel für die besonderen Bedürfnisse schwangerer Frauen und nimmt sich die Zeit für eine individuelle Beratung und Anpassung.

Besuchen Sie uns gerne ohne Termin – oder vereinbaren Sie einen Beratungstermin für eine ruhige, ausführliche Beratung:

  • Osternburg – Bremer Heerstraße 80, Oldenburg
  • Ofenerdiek – Oldenburg
  • Tweelbäke – Oldenburg
  • Wiefelstede – Ammerland

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Lassen Sie sich von uns individuell beraten und Ihre Hilfsmittel anpassen – für eine beschwerdefreierer Schwangerschaft in Oldenburg und Umgebung.

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Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung durch Hebamme, Frauenarzt oder Orthopäde.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Berufsverband der Frauenärzte (BVF), medi – Schwangerschaftsversorgung, § 33 SGB V.

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