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Wann brauche ich neue Einlagen? Lebensdauer, Pflege und Kontrolle

Kristof Eilersam
6 Min. Lesezeit

Zuletzt aktualisiert am

Orthopädische Einlagen nutzen sich mit der Zeit ab – wie schnell, hängt von Material, Körpergewicht, Aktivität und Pflege ab. Warnzeichen sind sichtbarer Verschleiß, abgeflachte Stützen, zurückkehrende Beschwerden oder eine veränderte Fußform. Lassen Sie Ihre Einlagen regelmäßig kontrollieren und mit richtiger Pflege möglichst lange in Form halten.

Einlagen begleiten Sie jeden Tag – oft so selbstverständlich, dass man sie gar nicht mehr bemerkt. Genau darin liegt eine Gefahr: Der Verschleiß schleicht sich langsam ein, und irgendwann stützt oder entlastet die Einlage nicht mehr so, wie sie soll. In unseren Filialen in Oldenburg und Wiefelstede sehen wir regelmäßig Einlagen, die ihre Aufgabe längst nicht mehr erfüllen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann es Zeit für neue Einlagen ist und wie Sie Ihre Einlagen richtig pflegen.

Wie lange halten orthopädische Einlagen?

Eine feste Lebensdauer gibt es nicht. Wie lange Einlagen ihre Funktion erfüllen, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Material: Weiche, dämpfende Materialien geben schneller nach als festere Werkstoffe.
  • Tragedauer: Wer seine Einlagen täglich viele Stunden trägt, beansprucht sie stärker.
  • Aktivität: Sport, langes Stehen oder schwere körperliche Arbeit fordern Einlagen besonders.
  • Körpergewicht: Ein höheres Gewicht belastet das Material stärker.
  • Pflege: Feuchtigkeit, Hitze und falsche Reinigung können die Lebensdauer verkürzen.

Bei Kindern kommt ein weiterer Punkt hinzu: Die Füße wachsen. Einlagen für Kinder müssen deshalb regelmäßig auf ihre Größe geprüft werden. Mehr dazu im Ratgeber Einlagen für Kinder.

Woran erkenne ich, dass ich neue Einlagen brauche?

Achten Sie auf die folgenden Warnzeichen:

Sichtbarer Verschleiß

  • Der Bezug ist abgelaufen, rissig oder löst sich.
  • Die Einlage ist an bestimmten Stellen deutlich eingedrückt oder verformt.
  • Stützende Elemente wie die Gewölbestütze oder eine Pelotte wirken flacher als früher.
  • Das Material bricht, knickt oder ist brüchig geworden.

Veränderte Beschwerden

  • Schmerzen, die mit den Einlagen verschwunden waren, kehren zurück.
  • Es treten neue Druckstellen, Blasen oder Hornhaut auf.
  • Ihre Füße ermüden wieder schneller.

Veränderungen bei Ihnen

  • Ihre Fußform hat sich verändert, etwa durch eine Fehlstellung, eine Operation oder eine Schwangerschaft.
  • Ihr Gewicht hat sich deutlich verändert.
  • Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hat eine neue Diagnose gestellt.
  • Sie tragen andere Schuhe als früher, in die die Einlagen nicht mehr gut passen.

Trifft einer dieser Punkte zu, lassen Sie Ihre Einlagen prüfen. Manchmal genügt eine Anpassung, manchmal ist eine neue Versorgung sinnvoll.

So pflegen Sie Ihre Einlagen richtig

Mit der richtigen Pflege bleiben Einlagen länger hygienisch und formstabil. Beachten Sie aber immer auch die Pflegehinweise, die Sie zu Ihren Einlagen erhalten haben.

  • Täglich lüften: Nehmen Sie die Einlagen abends aus den Schuhen, damit sie trocknen können.
  • Keine Hitze: Trocknen Sie Einlagen nicht auf der Heizung, in der Sonne oder mit dem Föhn. Hitze kann das Material verformen.
  • Schonend reinigen: Wischen Sie die Einlagen mit einem feuchten Tuch und etwas milder Seife ab. Einlagen gehören in der Regel nicht in die Waschmaschine.
  • Nasse Einlagen: Sind die Einlagen durchnässt, nehmen Sie sie heraus und lassen Sie sie bei Raumtemperatur trocknen.
  • Schuhe wechseln: Wenn möglich, wechseln Sie zwischen mehreren Paar Schuhen, damit Schuhe und Einlagen trocknen können.

Weitere Tipps zur Pflege von Hilfsmitteln finden Sie im Ratgeber Hilfsmittel richtig pflegen und reinigen.

Warum regelmäßige Kontrollen sinnvoll sind

Einlagen sind individuell angefertigte Hilfsmittel. Damit sie dauerhaft wirken, sollten Sitz und Zustand in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Bei einer Kontrolle schauen wir uns an, ob die Einlage noch zu Ihrem Fuß und Ihren Schuhen passt, ob Stützelemente noch wirken und ob sich Verschleiß zeigt.

Besonders wichtig sind regelmäßige Kontrollen bei Kindern im Wachstum und bei sportlich aktiven Menschen.

Neue Einlagen bei Wiggers

  1. Rezept: Für eine Versorgung über die gesetzliche Krankenkasse benötigen Sie eine ärztliche Verordnung. Diese können Sie bequem über unser Online-Rezept einreichen oder in die Filiale mitbringen.
  2. Digitaler 3D-Fußscan mit Fußdruckanalyse: Wir erfassen Ihre aktuelle Fußform digital und analysieren den Fußdruck – in allen vier Filialen in Osternburg, Ofenerdiek, Tweelbäke und Wiefelstede. Bei Bedarf ergänzen wir eine Gangbildanalyse.
  3. Fertigung: Ihre neuen Einlagen entstehen in unserer eigenen Werkstatt in der Bremer Heerstraße 80 in Oldenburg.
  4. Anprobe: Wir prüfen den Sitz in Ihren Schuhen und passen bei Bedarf an.

Bringen Sie Ihre bisherigen Einlagen und die Schuhe, in denen Sie sie tragen, zum Termin mit. So sehen wir, wie sich die alten Einlagen abgenutzt haben. Einen Überblick über unsere Einlagenversorgung finden Sie auf der Seite Einlagen.

Was zahlt die Krankenkasse bei neuen Einlagen?

Mit einer ärztlichen Verordnung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten im Rahmen der vertraglichen Regelungen. Sie zahlen die gesetzliche Zuzahlung, gegebenenfalls kommt ein wirtschaftlicher Aufzahlungsbetrag hinzu. Ob und wann die Kasse eine Folgeversorgung übernimmt, hängt vom Einzelfall ab – sprechen Sie uns an. Mehr Informationen finden Sie im Ratgeber Orthopädische Einlagen: wann nötig, was sie kosten.

Jetzt beraten lassen

Ihre Einlagen sind in die Jahre gekommen oder Ihre Beschwerden kehren zurück? Wir beraten Sie gern in einer unserer vier Filialen in Oldenburg und Wiefelstede.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

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